erstellt:           April 1994
überarbeitet:  Oktober 2004

 

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Canadier und GPS Info - Seite
von Ralf Schönfeld

 

 

Passive Sicherheitsausrüstung

 

 

Kopfschutz

 

 

 

 

Allgemeines

 

Unentbehrlich für den Kanuten ist ein guter Kopfschutz.
Egal ob jetzt für den Wanderfahrer im Canadier auf einem harmlosen Bach oder den Wildwasser Freak    nur die Art und Weise des Kopfschutzes variiert dabei.

 

 

 

 

Mütze/ Hut/ Sonnenbrille    (Sonnenschutz/ Kälteschutz)

 

Auch beim Kanuwandern auf Flüssen und Seen, wo eine Kenterung unwahrscheinlich ist und eine Grundberührung des Kopfes ausgeschlossen werden kann, ist ein Kopfschutz ratsam.
Zwar nicht in Form eines Helmes, aber in Form einer Mütze oder Hutes.
Die Gefahr eines Sonnenbrandes, Sonnenstiches oder gar Hitzschlages durch die besonders intensive Sonneneinwirkung und UV-Bestrahlung, aufgrund der Reflexion der Sonnenstrahlen auf der Wasseroberfläche, sollte nicht unterschätzt werden.
Eine gute, UV-Strahlen absorbierende Sonnenbrille ist zum Schutz der Augen ebenfalls kein Luxus (gesichert mit einem Brillenband). Zudem soll hohe UV-Strahlung die Entstehung des Grauen Stars begünstigen.
Ferner ist so eine Mütze oder Hut ein nützlicher und wirksamer Schutz vor Zecken.

Ein großer Teil der Körperwärme wird beim Menschen über den Kopf abgegeben.
Deshalb beim Paddeln in den kälteren Jahreszeiten ebenfalls einen wirksamen Kopfschutz tragen.
Als zusätzlichen Schutz gegen Kälte und Wind kann ggf. auch eine Sturmhaube, wie sie Motorradfahrer unter dem Helm anziehen, unter dem Hut oder der Mütze eingesetzt werden. Diese sollte aber aus Seide oder Kunstfaser gefertigt sein, nicht aus Baumwolle (nasse Baumwolle entzieht dem Körper Wärme).

 

 

 

Helm

 

Im Wildwasserbereich ist das Tragen eines Helmes ein absolutes muß.
Wichtig ist er vor allem auf flachen und verblockten Flüssen, auf denen man bei einer Kenterung sogleich Grundberührung hat.
Sehr nützlich ist er auch als Schutz vor tiefhängenden Ästen und Zweigen.

 

 

Ein guter Helm sollte folgende Eigenschaften aufweisen:

 

·        Stirn und Schläfen gut schützen.

·        Aus widerstandsfähigem Material sein.

·        Möglichst eine auffällige Signalfarbe haben.

·        Muß gut sitzen, d.h. er darf weder seitwärts, noch hoch oder runter rutschen.

·        Muß eine Schaumeinlage haben und den Schädel mit abfedernden Gurten auf Abstand halten, die einen heftigen Aufprall abschwächen.

·        Gut vor Kälte schützen, d.h. eine Polsterung aus Neopren o.ä. haben.

·        Schwimmfähig sein und Auftrieb bieten.

·        Starker Kinnriemen muß ihn sicher in Position halten (ohne Kinnschützer).

·        Keine Kinnschutzschale haben, bzw. diese nicht verwenden.

·        Löcher im Ohrbereich haben, damit man noch etwas hört.

·        Über die Oberfläche verteilte Löcher haben.

·        Die leichten Helme für den Wettkampfsport erfüllen in der Regel nicht die für uns erforderlichen Bedingungen.

 

 

Es ist nicht wichtig einen hübsch gestylten Helm zu tragen, sondern er muß in erster Linie perfekt sitzen und ein Höchstmaß an Schutz bieten.
Deshalb sollte man ihn im Laden sorgfältig auswählen und anprobieren.

 

 

Weitere Funktionen eines Helmes

 

Eine weitere wichtige Funktion, die der Helm neben dem Schutz des Kopfes vor mechanischer Beschädigung zu erfüllen hat, ist der Kälteschutz.
Ein sehr großer Teil der Körperwärme wird über den Kopf abgegeben.

 

Anmerkung:
Wesentlich umfangreichere und detailliertere Informationen zum Thema Kopfschutz stellt das „Canadier Handbuch“ bereit, das in gedruckter Form als 410-seitiges Taschenbuch im praktischen Format 12,3 x 19 cm zur Verfügung steht.

 

 

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© Ralf Schönfeld