erstellt: November 1995

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Canadier und GPS Info - Seite
von Ralf Schönfeld

 

 

Rückblick auf:

 

„Tagestour auf den Altrheinarmen bei Kehl am 19.11.95“

 

 

 

 

Dick eingemummt waren alle Teilnehmer rechtzeitig am vereinbarten Treffpunkt eingetroffen, nur Uwe aus Waghäusel fehlte noch.
Um das lästige Umsetzen der Fahrzeuge auf ein Minimum zu beschränken und um den ohnehin kurzen Tag um diese Jahreszeit optimal zu nutzen, wurde sogleich festgelegt, welche Fahrzeuge an der Aussatzstelle zurückbleiben, die sich unweit vom Treffpunkt befand.
Hektisches Treiben setzte ein. Boote, Mensch und Gepäck (vor allem viel Vesper) wurde umgeladen.
Nachdem Uwe immer noch nicht erschienen war, setzte sich der ganze Troß nach angemessener Wartezeit, hoch aufgetürmt mit Booten auf den Autodächern in Bewegung.

 

An der Einsatzstelle erwartete uns schon die etwas steif gefrorene Monique. Rainald und Sibylle hatten sie dort zurückgelassen, um auf Boot und Ausrüstung aufzupassen.
Ruck zuck war alles aus- und abgeladen und nach kurzer Zeit waren alle startbereit.
Trotz begrenzter Teilnehmerzahl stach doch eine ganz ansehnliche Flottilie aus 2-er Canadiern in See. Lord Nelson wäre beim Anblick der vermummten Gestalten bestimmt vor Erfurcht erstarrt.
Schnell war der kleine See gequert und der schmale mäandernde Bachlauf durch eine malerische Urwaldlandschaft nahm uns auf.
Mit etwas Glück konnte man schon bald einen der seltenen Eisvögel zu Gesicht bekommen.


Wie es sich für einen richtigen Urwald gehört, sorgten zudem ein paar umgestürzte Bäume im Bach für die richtige Würze und artistische Darbietungen.
So manche Paddleuse oder Paddler hätte mit seiner akrobatischen Kür locker im Zirkus auftreten können, nur bei der Haltungswertung mußte man die eine oder andere Note abziehen. Aber immerhin, trocken geblieben sind alle.


Nach gut halber Wegstrecke wurde dann eine ausgiebige Mittagsrast eingelegt, die zum Teil abenteuerlichen Kocherkonstruktionen angeworfen und kulinarische Köstlichkeiten gezaubert.
Stefans Benzinkocher ist jedenfalls als Flammenwerfer oder zum Flambieren eines Wildschweins bestimmt bestens geeignet.
Dagegen wollte Folkharts nostalgisch wirkendes Petroleumöfelchen das Süppchen einfach nicht warm machen, obwohl es von der Optik her jeden Atommeiller in den Schatten stellt.
Derweil hatte Georg der modernsten Baustufe seines Outdoorofens kräftig eingeheizt und kurze Zeit später kroch ein köstlicher Duft von Glühwein und Lebkuchen in jede Nase.
Womit auch erklärt wär, warum das Böötchen von Ralf und Georg vor der Rast den größten Tiefgang hatte.
Nach dem Vernichten des letzten Tropfen Glühweins und der Lebkuchen konnte es anschließend frisch gestärkt weitergehen.


Nur ein Boot wollte und wollte einfach nicht mehr geradeausfahren und bandelte hie und da auch mal am Ufer an.
Wie sich aber herausstellte war nicht Alkohol am Paddel die Ursache, sondern Jürgen hatte mit seiner Paddelpartnerin die Plätze getauscht  -  und jeder Anfang ist halt schwer.


Erst kurz vor dem Erreichen der Aussatzstelle öffnete Petrus seine Schleusen und leichter Nieselregen setzte ein; der dann aber auch beim Rückholen und Beladen der Fahrzeuge nicht mehr aufhören wollte.
Das war aber auch nicht weiters schlimm, denn beim Ausstieg wurden wir schon von der Familie Lasch vom Paddelverein DJK Sasbach-Freistett erwartet, die uns in ihr wenige Schritte entferntes Bootshaus einluden und uns mit heißem Kaffee, Kuchen und sonstigen Getränken verwöhnten.
Auf diesem Wege nochmals ein herzliches Dankeschön an die Familie Lasch.
In gemütlicher Runde im Bootshaus klang dieser unvergeßliche Tag aus, bevor sich jeder bei Schneeregen auf seinen mehr oder weniger langen Nachhauseweg machte.

 

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© Ralf Schönfeld