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„Tagestouren
bei Kehl bzw. Straßbourg am 22./ 23.11.97“ Dichter Nebel lag über ganz Süddeutschland, als am Samstag morgen die wettertrotzenden Paddelkameraden aus allen Himmelsrichtungen von fern her am vereinbarten Treffpunkt mehr oder weniger pünktlich einliefen; genauer gesagt natürlich einfuhren. Auch den kleinen See an der Einsatzstelle verschleierte eine dichte Nebelbank und hüllte die Landschaft in ein gespenstisches Bild. Rasch waren die Boote abgeladen und mit allerlei Verpflegung und Leckereien in den diversen Tonnen, Tönnchen und Packsäcken bepackt. Jetzt kam auch Sibylle verspätet angehechelt, ihr Wägelchen hatte während der Anfahrt bei den leichten Minusgraden den Dienst verweigert. Der kleine See schien zu dampfen und kochen. Lautlos schoben sich die Boote durch die Nebelschwaden und schien die wetterfest verpackten Paddleusinnen und Paddler zu verschlingen, vom Ufer war jedenfalls schon nach wenigen Metern nicht mehr viel zu sehen - ein herrliches Naturerlebnis. Anschließend ging die Fahrt auf schmalem mäanderndem Bachlauf durch die malerischen urwaldähnlichen Auwälder und zahlreiche gefiederte Urwaldbewohner begleiteten unseren Weg. Leider versperrten in diesem Jahr keine umgestürtzten Bäume die Durchfahrt - schade, schade, schade. So blieben uns leider mehr oder weniger geschickt elegante artistische Darbietungen mit den unvermeidlichen spöttelnden Randbemerkungen versagt. Nur ein Baumstamm unter der Wasseroberfläche bremste etwas unseren Vorwärtsdrang. Ganz erbarmungslos schlug dann das Schicksal bei Siggi und Ralf dem
Zweiten zu (bei der Ausfahrt waren zwei Rälfer dabei). Schmerz und Trauer hielt sich beim Rest der Gruppe allerdings in Grenzen, mußte doch auf diese Weise der verlockend duftende Glühwein und die köstlichen Lebkuchen und Kekse, die der vorbildliche Organisator der Tour aus dem Gepäck hervorzauberte, nicht mit zwei weiteren hungrigen Mäulern geteilt werden - sä la Fieh oder so ähnlich würde man wohl in Frankreich dazu sagen. Jedenfalls würgten die beiden Ärmstigen irgendwo ihre Vesperbrote herunter, während dessen sich die Anderen an dem wärmenden Feuer des genialen Georgschen ”Glühweinköchel”-Ofens erfreuten und dabei neben den Lebkuchen noch Lothar und Moni’s leckeren Wurstvorrat dezimierten. So gestärkt konnte die kleine Canadier-Flottilie die Fahrt durch den
nebulösen Badischen Dschungel auf kristallklarem Wasser wieder aufnehmen. Traumhaft schön dann die letzten Hunderte von Meter zur Aussatzstelle. 6 Personen in Siggi’s betagtem Corsa, um die Fahrer zur Einsatzstelle
zurückzubringen, war dann eine nicht unreife Leistung für das kleine
Wägelchen (der GOC-Häuptling war ja schließlich auch dabei). Dank Sibylles guten Connections konnten wir dann unser Nachtlager beim
gastfreundlichen Kanuverein in Kehl aufschlagen. Gemeinsam verbrachte man dann den Abend (äh oder doch eher Nacht ?) in geselliger Runde in dem Ersten Ralf’s ”Speziool Kothe” in der der ”Speziool-Yukon-Ofen” bullerte und behagliche Wärme spendete. In seeliger Glühweinlaune lungerte und räkelte mann/frau sich jedenfalls wollig auf den fellgedeckten Schlafstätten von Georg, Claudia und Ralf. Beim ausgiebigen reichlichen Spätstück oder vielleicht war’s auch schon
Brunch, wurden die Paddelpläne für den verbliebenen Tag geschmiedet. Copyright beim Verfasser: Zurück zum Seitenanfang Zurück zur Canadier und Paddel Info-Seite |
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