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Mit Tracks
zur eigenen Basemap - Allgemeines Mit einer Basemap wird auf GPS-Empfängern eine werksseitig
installierte elektronische Landkarte bezeichnet, die nicht verändert werden
kann.
Mit der Tracklog-Funktion, die bei den meisten
GPS-Empfängern vorhanden ist, können die Bewegungen des Gerätes, also des
Nutzers, aufgezeichnet und angezeigt werden.
Track
als „Basemap“
Kann auf die Tracklog-Funktion
verzichtet werden, lässt sich der Tracklog-Speicher dazu nutzen, um eine
eigene, ganz individuelle simple Karte im GPS-Gerät darzustellen (z. B. bei
Garmin 12-er, II/III/V-er, GPS 60/72/76/96-Reihe). Die Darstellung so einer
individuellen Karte ist unabhängig davon, ob das verwendete Geräte
über eine „richtige“ Basemap verfügt oder nicht. Kann (soll) diese Karte nicht als „Saved Tracks“ abgelegt
werden, ist der Verzicht auf die Tracklog-Funktion in der Regel erforderlich,
d. h. die Trackaufzeichnung sollte während des Betriebes unterdrückt werden,
da sonst im ungünstigsten Fall die laufende Trackaufzeichnung die selbst
erstellte Karte überschreiben kann. Das beschriebene Verfahren kann
prinzipiell bei vielen Garmin-Geräten eingesetzt werden. Bei diesen stehen dafür
grundsätzlich zwei Möglichkeiten zur Auswahl:
1.) Ablage der „Basemap“
als „Saved Track“
Allerdings werden dabei neue Tracksegmente bzw.
Firstpoints (wenn ein neuer Trackabschnitt beginnt) ignoriert, und alles als
ein zusammenhängender Track dargestellt. Beispielsweise bei der Darstellung
eines komplexeren Straßennetzes, das aus mehreren unterbrochenen (neuen)
Trackabschnitten zusammengesetzt ist. Das wird chaotisch und unübersichtlich. Die Ablage als „Saved Track“ eignet sich daher besser für
künstliche Tracks, die aus einem durchgehenden Linienzug bestehen (z.B. eine
geplante Fahrtroute als „Track“ anstelle als „Route“ vorbereiten/darstellen).
2.) Ablage im Active
Tracklog Speicher Wenn alle Trackpunkte am Stück ins Gerät übertragen werden
sollen, oder die „Basemap“ wie schon erwähnt komplex aus mehreren
unterbrochenen Tracksegmenten zusammengesetzt ist, müssen die Trackpunkte in
den „Active Tracklog Speicher“ geladen werden.
Beispiel
für „Basemap“ aus Tracks:
Einsatzmöglichkeiten
Mit einer Karte aus Tracks können z. B. Straßen, Wege, Seen,
Flüsse, Waldgebiete, Küstenlinien, Inseln etc. dargestellt werden. Versehen mit zusätzlichen Wegpunkten an markanten Stellen
kann so auch bei einfachen preiswerten GPS-Empfängern eine praktische
Orientierungshilfe geschaffen werden. Ist man dann unterwegs, kann auf der Map-Seite des
Empfängers der eigene Standort erkannt werden und hat weitere Bezugspunkte
direkt vor Augen (die erstellten Tracklinien der „Basemap“ und die
festgelegten Wegpunkte).
Erstellung
einer individuellen Basemap Wie kommt man nun zur individuellen „Basemap“ bzw. wie
kann ein Track künstlich erzeugt werden?
Track-Erstellung auf der
Top50/200 und AustrianMap Es wird nun die Erstellung einer
eigenen „Karte“ auf Basis der TOP50/TOP200 der Landesvermessungsämter in
Deutschland beschrieben, da diese bei GPS-Nutzern recht weit verbreitet sind.
Mit den Pendants AustrianMap (AMAP) und SwissMap 100 V1/2 (nicht aber Version
3) unserer Nachbarländer Österreich und Schweiz, müssten die nachfolgenden
Vorgehensweisen ebenfalls möglich sein.
a.) In Verbindung mit dem Programm
GarFile Wer also über dieses relativ preisgünstige aber recht gute Kartenmaterial auf CD verfügt, kann mit dem kostenlosen Programm „GarFile“ http://www.icsinger.de/kostenls.htm eine eigene Karte aus Tracks erzeugen.
1. Schritt: Mit der
Grafikfunktion der TOP„xx“-CD werden die linienhaften Elemente
nachgezeichnet, die man später auf dem GPS-Gerät sehen möchte, z. B. das
Straßen- und Wegenetz. Bei der Erstellung der Linien
sollte man generalisieren, soweit für den jeweiligen Einsatzzweck möglich, da
jeder Zwischenpunkt in einer Linie, in einen Track-Punkt umgewandelt wird und
so den Tracklog-Speicher des Empfängers füllt. Hier hilft am Anfang nur ein
wenig probieren, um die richtige Darstellung zu erreichen. Da die auf der TOP„xx“-Karte
erstellten Linien nicht nachträglich ergänzt oder einzelne Teile gelöscht
werden können, empfiehlt es sich nur kurze Linien-Abschnitte zu bilden. Somit
können Fehler bei der Linien-Erstellung ohne großen Aufwand korrigiert
werden. 2. Schritt: Die auf
der TOP„xx“-Karte erstellten Linien als OVL-Datei speichern. Bei Verwendung
von GarFile können die OVL im ASCII- oder Binärformat gespeichert werden. Anmerkung: Voraussetzung bei den
meisten anderen Konvertierungsprogrammen ist jedoch üblicherweise ASCII. 3. Schritt: Mit
Garfile die Daten („Karte“) auf den GPS-Empfänger hochladen.
b.)
Excel-Konvertierungstabellen mit GPS TrackMaker Eine weitere kostenlose Möglichkeit hat Ronny Martin mit
seinen Konvertierungstabellen auf Basis Microsofts Excel in Verbindung mit
dem Freeware-Programm GPS TrackMaker geschaffen
c.) Mit Fugawi oder TTQV (Touratech-QV) Sehr komfortabel lassen sich
Tracks mit den Programmen TTQV und Fugawi erstellen und verwalten, da diese
die topographischen Karten Top50/200, AMAP sowie SwissMap25/50/100 direkt lesen
können (Fugawi jedoch nicht SwissMap100 V1/V2; Version 3 jedoch ja). Diese Programme unterstützen
verschiedene Geräte-Hersteller (Garmin, Magellan, …).
Weitergehende Infos/ „Das GPS-Handbuch“ Umfangreichere und detailliertere
Informationen zum Thema „Tracks als Orientierungshilfe“, allgemein zur
Touren-Planung, sowie weiteren Themenblöcken bezüglich Navigation und Orientierung mit GPS
stellt das „GPS-Handbuch“ in dessen Band
1 bereit, das in gedruckter Form als
475-seitiges Taschenbuch im praktischen Format 12,3 x 19 cm zur Verfügung
steht.
© Verfasser: Thomas Hasse
Copyright beim Verfasser: Zurück zum Seitenanfang Zurück zur GPS Info-Seite |
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