Anleitung zum Finden eine Caches

 

 

Schritt 1 - Informationsbeschaffung

 

Entfernungsangaben können täuschen.
Wenn Du Deinen GPS-Empfänger benutzt, um einen Cache zu finden, kennt das Gerät nur die Luftlinien-Entfernung.
Du kannst nur noch einen Kilometer vom Cache entfernt sein, aber vielleicht ist ein Fluß dazwischen oder eine senkrechte Steilwand, mit der Folge, daß Du 3 Kilometer Umweg laufen mußt.
Was das für die Vorbereitung bedeutet ist klar:

 

1.      Besorge Dir eine Karte vom Gebiet für solche Caches, die abseits eines Wegs oder zu entlegen sind, um in die Nähe zu fahren.
Topografische Karten (die Geländeeigenschaften wie Hügel oder Wälder zeigen) sind am Besten.
Damit kannst Du Dir vorher ein Bild von dem Gelände machen, durch welches Du kommst.
Dann weißt Du auch, ob der Honda Civic reicht oder ob Du besser einen Land Rover mietest.

 

2.      Für Auto-Caches (zu denen man direkt fahren kann oder nur ganz wenig laufen muß) bietet sich MapBlast an.
Geocaching.com stellt Dir auf jeder Cache-Homepage einen Link zu MapBlast zur Verfügung, über den Du an die Wegbeschreibung zum individuellen Cache kommst.

 

3.      Falls Du das Gelände kennst, kannst Du ausschließlich mit dem GPS Empfänger navigieren.
Dies ist jedoch am anspruchsvollsten und für die ersten Versuche nicht zu empfehlen.

 

Möglicherweise wirst Du alle drei Dinge zur Vorbereitung brauchen, je nach Art des Caches.

 

Da dies Dein erstes Mal ist, solltest Du auf jeden Fall auch die Stash Beschreibung lesen, eventuelle Bilder des Caches ansehen oder die Erfahrungen von Vorgängern bei der Cache Suche lesen.
Manche Caches können schon aus 10 Metern Entfernung gesehen werden, während andere z.B. in frequentierteren Gebieten unter Steinen o.ä. versteckt sind.
In einen Cache-Umkreis von ein paar hundert Metern zu kommen, ist üblicherweise nicht so schwer, die letzten Meter sind die Herausforderung.

 

 

 

Schritt 2 - Vorbereitung

 

Die Vorbereitung ist der Schlüssel zu jeder Art von Outdoor-Aktivität, man kann die Wichtigkeit der richtigen Vorbereitung nicht genug betonen.
Denke an folgende Tipps bei der Vorbereitung:

 

1.      Nimm jemanden mit!
Gehe niemals in die Wälder oder zu entfernten Gebieten ohne einen Partner, besonders auch beim Geocaching.
Wir möchten nicht, daß Du Dich auf Deinen GPS-Empfänger fokussierst und dabei über eine Klippe läufst.
Geocaching macht viel Spaß, vielleicht läßt sich ja ein Zelt-Ausflug mit Familie oder Freunden drum herum planen.

2.      Viele Caches sind abseits von befestigten Wegen, vergiß' deshalb nicht, wo Du bist.
Wenn Du Dich auf Dein GPS-Gerät konzentrierst, sieh' Dich immer wieder um nach Löchern, Klippen, Bären etc.

3.      Bringe genügend Wasser mit und trinke auch ausreichend davon.
Trinke nicht direkt von einem Bach oder Fluß. Für manche der schwierigeren Trips empfiehlt es sich, ein ein Wasser-Filtriersystem oder Trinkwassertabletten mitzunehmen. Du bekommst sie bei den meisten Camping-Läden.

4.      Informiere jemanden, wohin Du gehst und wann Du wieder zurückkommst.

 

 

 

Schritt 3 - Die Schatzsuche

 

Jetzt bist Du bereit für die Jagd:

 

1.      Es sollte recht einfach sein, bis auf einen Kilometer oder so an den Cache heranzukommen.
Falls Du Deine Vorbereitungen gemacht hast, verlasse Dich eher auf die Karte als aufs GPS Gerät (welches trotzdem die ganze Zeit anbleibt).
Es wird mit Sicherheit vorkommen, daß Du zwischendrin wegen Bäumen oder Bergen mal das Signal verlierst.

2.      Falls Du auf Waldwegen unterwegs bist können die Schilder für ausgezeichnete Wege recht klein sein und werden leicht übersehen.
Anstatt Straßenschildern findet man oft nur eine Farbmarkierung, wie zum Beispiel auch bei Alpenwanderwegen.

3.      Es ist immer ratsam, einen Kompaß dabeizuhaben.

4.      Beim Verlassen des Fahrzeugs, markiere dasselbe mit einem Wegpunkt!
Hört sich unnötig an, aber sobald Du mitten in der Schatzsuche bist, ist die Orientierung schnell verloren. Dies sind Erfahrungswerte!

5.      Wenn Du in die Nähe des Geocaches kommst (bis auf rund 100 Meter), überprüfe die Qualität des GPS Signals.
Oft ist aufgrund der Umgebung der Positionsfehler irgendwo zwischen 4 und 80 Meter.
Verlasse Dich vor allem bei schlechtem Signal weniger auf den Pfeil als auf die absolute Entfernungsangabe in Metern.

6.      Benütze für die letzten 10 Meter einen Kompaß oder dirigiere Deinen Partner in die Richtung des Caches.
In manchen Fällen war es sehr hilfreich, den Cache zu umkreisen um das zu durchsuchende Gebiet einzugrenzen.

7.      Die letzten 10-30 Meter sind am schwersten.
Es hilft, sich in die Person hineinzuversetzen, die den Cache versteckt hat. Wo würde ich einen Cache verstecken?
Falls Baumstümpfe oder Steinhaufen in der Gegend sind, untersuche diese.
Manche Caches, insbesondere in Gegenden mit vielen Leuten, sind hervorragend versteckt, es kann helfen zu wissen, um was für einen Behälter es sich handelt.

 

 

 

Schritt 4 - Der Fund

 

Hossa! Du hast Den Cache gefunden! Gratulation! Und jetzt?

 

1.      Üblicherweise nimmst Du einen Gegenstand heraus, läßt einen anderen Gegenstand zurück und trägst Deinen Namen und Deine Erfahrungen ins Logbuch.
Manche Leute tragen sich nur ins Logbuch ein. Die Leistung, den Cache zu finden, reicht ihnen.

2.      Mache den Cache wieder dicht zu und verstecke ihn wieder genau da, wo Du ihn gefunden hast.
Falls Steine darauflagen, lege sie bitte wieder zurück. Alles ganz einfach.

3.      Erinnere Dich an den Waypoint, den Du hoffentlich wie empfohlen zu Beginn der Suche am Fahrzeug aufgenommen hast.
Benutze diesen jetzt um zurückzukommen! Du wirst froh sein, daß Du ihn hast.

4.      Sobald Du nach Hause kommst, schicke eine email an den Eigentümer des Caches oder erwähne den Cache-Zustand auf dem Online-Log der Cache-Homepage.
Die Cache Eigentümer freuen sich immer über Meldungen über den Cache-Zustand und darüber, daß jemand zu Besuch war.  

 

Gute Arbeit! Nach mehreren Exkursionen zu Geocaches in Deiner Gegend wirst Du sicher bald Deinen eigenen platzieren wollen.

 

Willkommen in der aufregenden Welt des Geocaching.

 

 

 

 

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