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GPS Handgeräte in der Praxis Mit einem GPS-Handgerät können noch mehr navigatorische Aufgaben gelöst werden als es die Grundfunktionen bereits erlauben. Oder auch anders herum gesagt: Funktionen, welche die
Geräte bieten, können auf recht vielfältige Weise eingesetzt werden.
Nachfolgend ein paar Tipps und Hinweise, die beim Einsatz
von GPS beachtet werden sollten, welche die Arbeit mit GPS und Karte
erleichtern, sowie neue Möglichkeiten eröffnen. Ein Teil der aufgeführten allgemeinen Bedienungshinweise werden auch in anderen Kapiteln/Seiten erwähnt, sind hier aber nochmals alle zusammengefasst. Je nach verwendetem Gerät ist eine andere Bezeichnung oder
Menü-Führung als hier beschrieben möglich, oder die eine oder andere Funktion
eventuell gar nicht verfügbar.
A.) Allgemeine Hinweise zum Gebrauch eines GPS-Handgerätes
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Speziell für die Verbindung von Palm-Organizern und Pocket-PCs sind Kabel bei Carsten Kurz erhältlich http://www.gpskabel.de und bei http://www.haid-services.de
Für einzelne Anschluss-Stecker von Garmin-Handgeräten siehe den Punkt „Beschaffung von Anschluss-Steckern für Garmin-Geräte“.
Verfügen beide Geräte nur über USB, ist eine Verbindung
nach meinen derzeitigen Infos nicht möglich, da sowohl das GPS als auch der
PDA beide als USB-„Clients“ fungieren.
Ein Anschluss von USB-Clients ist nur an USB-Hosts, also PC oder Notebook
möglich. Eine Verbindung zwischen USB-Clients untereinander jedoch nicht.
Mit „Tracks“ individuelle
Orientierungshilfen schaffen
Mit Hilfe eines geeigneten Kartenverwaltungs-Programms
für den PC können „Track-Logs“ auch künstlich erstellt, und dann in das GPS
Gerät übertragen werden.
Damit lassen sich für alle möglichen
Anwendungsfälle ganz individuelle Landkarten („Basemaps“) auf der dynamischen
Karten-Seite des Gerätes darstellen. Zur schnellen Orientierung ist das sehr
praktisch.
Näheres zur Vorgehensweise auf der Seite „Mit Tracks zur eigenen Basemap“.
Über die Funktion „Route“ geht dies prinzipiell ebenfalls (siehe nächster
Punkt).
Mit
Hilfe einer Route eine „Basemap“ erstellen, oder Orientierungshilfen schaffen
Ähnlich wie mit „Tracks“, kann mit der Funktion
„Route“ ebenfalls eine grobe individuelle Karte auf der Karten-Seite des
GPS-Gerätes dargestellt werden.
Damit kann z. B. eine Straße, Eisenbahnlinie,
Flussverlauf oder was auch immer auf der Karten-Seite angezeigt werden, um
eine zusätzliche optische Orientierungs-Hilfe zu erhalten.
Man kann mit einer Route ebenso die ungefähre Ufer-Linie eines Sees oder die
Küsten-Linie abbilden, aber auch sichere Zonen/Gefahrenzonen markieren.
Anmerkung:
Immer beachten, dass diese Route dann aktiv sein muss, damit sie auf der
Karten-Seite sichtbar wird.
Über die Funktion „GOTO“ kann ggf. trotzdem navigiert werden.
Alle Funktionen der Navigations-Seiten stehen also uneingeschränkt zur
Verfügung.
Eingabe
von Wegpunkten und Routen im Simulator-Modus
Sollen sehr viele Wegpunkte von/in eine
Papier-Karte übertragen oder Routen erstellt werden, empfiehlt sich die Verwendung
des „Simulator-Modus“ (oder auch „Demo Mode“, „GPS Off“, „Use Indoors“, ...
genannt).
Dabei ist der Sat-Empfangsteil ausgeschaltet, und es wird ca. 50% Energie
eingespart.
Dies ist natürlich außerdem bei der Arbeit am heimischen PC ratsam.
Darüber hinaus können im Simulator-Modus bei
vielen Geräten direkt auf der Wegpunkt- oder Navigations-Seite einfach die
momentanen Positions-Koordinaten geändert, und dann als neuen Wegpunkt
abgespeichert werden. Dazu die Funktion „MARK“ (o. ä.) betätigen.
Das ist zum einen sehr bequem, und da die Schreibweise der Koordinaten
vorgegeben ist, ist die Möglichkeit bei der Eingabe Fehler zu begehen
deutlich geringer.
Der Simulator-Modus ermöglicht aber keine Navigation!!! Wenn das Gerät nicht
ausgeschaltet wird, unbedingt wieder den Betriebs-Modus ändern.
Scannen
von Papierkarten
Zahlreiche Karten-Verwaltungs-Programme für den PC/Notebook gestatten das Einbinden von individuellem, selbst gescanntem Kartenmaterial (siehe hierzu ausführlich Teil 3 unter „GPS Softwareprogramme für den PC – die richtige Software für mich“).
Um die Datei-Größen im Rahmen zu halten, empfiehlt sich
bei noch akzeptabler Optik ein Scan mit 150 dpi oder max. 200 dpi Auflösung
und max. 256 Farben.
Zum Abspeichern der gescannten Karte hat sich das
Grafik-Format „TIF“-Packbits Compressed oder „PNG“ gut bewährt.
Die TIF-Dateien sind zwar relativ groß, aber sie können Portionsweise in den
Arbeitspeicher geladen werden. Es ist das bevorzugte Format für Fugawi und
OziExplorer.
PNG-Dateien sind relativ klein. Dieses Format ist sehr gut geeignet für TTQV.
Generell nicht empfehlenswert ist jedoch „JPEG“ (*.jpg). Die Dateien sind zwar auf der Festplatte recht klein (hohe Kompressionsrate), aber im Gebrauch haben JPEG-Karten einen immensen Bedarf an Arbeitsspeicher (jpg wird generell in 16 Mio. Farben gespeichert).
Bitmap Dateien können z. B. sehr komfortabel mit dem
Fotobearbeitungsprogramm COREL Foto House in das TIF Packbits Compressed Format
mit 256 Farben umgewandelt werden (Tipp von Karl-Heinz Steininger –
vielen Dank dafür).
Die einzelnen DIN A4 Schnipsel können bei Bedarf z. B. mit
dem Bildbearbeitungsprogramm PanaVue http://www.panavue.com
wieder zusammengesetzt werden. Um ein befriedigendes Ergebnis zu erzielen, am
besten manuelles Stichen auswählen.
Ein Zusammensetzen ist mit manchen Grafik-Programmen ebenfalls möglich, oder
auch mit Photo-Stich Programmen, wie sie manchen Digital-Kameras kostenlos
beiliegen (Tipp von Gabriela Falco
– vielen Dank dafür).
Am komfortabelsten ist der Scan-Service der Firma
Touratech-QV (http://www.ttqv.com).
Dort können im Auftrag Scans bis Größe DIN A0 durchgeführt werden (ggf. mit
Kalibrierung).
Bei manchen Copy-Shops ist ein großformatiges Scannen ebenfalls möglich,
einfach mal nachfragen.
Wie größere Kartenausschnitte aus den topographischen Karten CDs Top50/
200 für andere Anwendungen exportiert werden können, beschreibt Thomas Hasse
sehr ausführlich unter http://home.wtal.de/noegs/top-export.htm .
Wird ein Gitter bei der Top50 drübergelegt, ist das bei einer späteren
Kalibrierung ganz hilfreich.
Ob die dort beschriebenen Verfahren mit der verwandten SwissMap 100
Version 1/2 ebenfalls funktionieren, kann ich jetzt nicht sagen –
einfach ausprobieren.
SwissMap 25/50 und SwissMap 100 Version 3/4 gehen wegen geänderter
Software/Daten-Format auf jeden Fall nicht.
Weitere nützliche Tipps zum Umgang mit den Top50 CDs stellt Thomas Hasse
auf seiner Internet-Seite NOeGS in dessen kostenlosem „Top50-Handbuch“ bereit
(PDF-Datei):
http://home.wtal.de/noegs/GPS-Handbuch-TOP50.pdf
GPS - Begriffe generell
Zahlreiche Begriffe aus der GPS-Welt mit Erklärungen hat Thomas auf seiner Seite http://noegs.de.tf unter dem „GPS Lexikon“ zusammengetragen.
Nachfolgend ein
paar Möglichkeiten, wie noch gezielter und vielfältiger die Grund-Funktionen
eines GPS-Handgerätes eingesetzt werden können.
Auch wenn sich u.
U. nicht alles bei Eurem Gerät in die Tat umsetzen lässt, so soll es doch
Anregung geben, sich intensiver mit der Leistungsfähigkeit des kleinen
elektronischen Helferleins auseinander zu setzen.
Orientierung
ohne Karte wieder herstellen
Falls man ohne Karte die Orientierung verloren
haben sollte, gibt es mehrere Möglichkeiten sich zu behelfen.
Um irgendwelche Anhaltspunkte zu bekommen, die Funktion „Nearest
Waypoints“ (= „nächstliegende Wegpunkte“) aufrufen.
In dieser Liste werden, je nach Gerät, die ca. 10 am nächsten liegenden WPs
mit Entfernung und Richtung angezeigt (Anzahl je nach Gerät 9/10 oder 15).
Deshalb ist es auch empfehlenswert, bei der Vorbereitung einer Tour möglichst viele Wegpunkte vorab festzulegen. Dies geht mit so Programmen wie Fugawi, OziExplorer, TTQV, MapSource etc. sehr schnell und bequem).
Wurden keine WPs im Speicher hinterlegt, muss in der Wüste trotzdem nicht verhungert werden.
Die Funktion „TracBack“ (= „Rückweg finden“) kann selbst dann genutzt
werden, wenn das Gerät unterwegs nur ab und zu sporadisch eingeschaltet
wurde. Bei jeder dieser kurzen Positions-Bestimmungen wurde auch ein
Track-Punkt im Speicher abgelegt, sofern die automatische Track-Aufzeichnung
nicht bewusst deaktiviert worden ist.
Exakte
Positions-Bestimmung mit Hilfe von Höhen-Linien
(z. B. im Gebirge)
Zur exakten Positions-Bestimmung ist vor allem im Gebirge oder stark
hügeligen Gelände ein separater mechanischer (barometrischer) Höhen-Messer
nützlich, oder ein Gerät, wo dieser integriert ist, wie z. B. Garmin eTrex Summit/Vista (alle Varianten),
GPSmap60CS(x)/76S/76CS(x), Colorado, Geko 301, Silva Multi Navigator, manche
eXplorist und Triton von Magellan.
Anhand der Höhen-Linien auf topographischen
Karten, in Verbindung mit der Positionsangabe des GPS-Gerätes, kann so sehr
präzise der Standort festgestellt werden.
Dies ist besonders im Gebirge praktisch, wegen
der geringen horizontalen Entfernungen aber großen Höhen-Differenzen.
Die Höhen-Angabe des GPS-Gerätes selbst ist hierzu in manchen Fällen
prinzipbedingt nicht genau genug, oder unter schwierigen Empfangsbedingungen
wie manchmal im Gebirge.
Sollte die künstliche Verschlechterung der
Sat-Signale je wieder aktiviert werden (= SA; Selective Availabilty), dann
ist die Höhen-Information zur Navigation nicht mehr zu gebrauchen.
Allerdings beachten, dass es bei einem barometrischen Höhenmesser
systembedingt bei Luftdruck-Schwankungen zu veränderter/ungenauer
Höhen-Anzeige kommt. Deshalb unterwegs bei bekannter Höhen-Info den
Höhenmesser stets nachkalibrieren, wie z. B. an Hütten, Jöchern, Gipfeln usw.
Dies ebenso bei den Kombi-Geräten Garmin eTrex Summit/Vista (alle Varianten),
Geko 301, GPSmap60CS(x)/76S/CS(x), Colorado durchführen (=> Höhenwert
manuell vorgeben; dieses v. a. zu Beginn der Tour), selbst wenn die Funktion
„Autokalibrierung“ aktiv ist.
Entfernung
zwischen 2 Wegpunkten berechnen
Liegen 2 Wegpunkte in der gleichen UTM-Gitterzone, kann deren Entfernung untereinander relativ einfach berechnet werden. Dies übrigens ebenfalls bei geodätischen Gittern/Nationalen Meter-Gittern innerhalb dem Bereich des gleichen Mittel-Meridians.
Das GPS-Gerät auf das UTM/UPS Koordinaten-System umstellen, auf die Wegpunkt-Definitionsseite gehen, und dann die Differenz der Rechtswerte von Wegpunkt 1 und Wegpunkt 2 bestimmen (= DR).
Ebenso die Differenz der Hochwerte der beiden WPs ermitteln (= DH). Eventuell auftretende Minuszeichen im Ergebnis einfach ignorieren.
Die Entfernung S zwischen den beiden Wegpunkten kann dann
über S = n
(DR
2 + DH
2), d. h. S ist die Wurzel aus DR im Quadrat und DH
im Quadrat, metergenau berechnet werden.
Eine Berechnung über die geographischen Koordinaten Länge
und Breite wäre natürlich ebenfalls möglich, aber doch aufwendiger.
Liegen die Wegpunkte jedoch im Bereich verschiedener Mittel-Meridiane
(unterschiedliche UTM-Gitterzonen), kann die Entfernungs-Berechnung nur über
die geographischen Koordinaten erfolgen.
Bestimmen von beliebigen Entfernungen
im Gelände
Zwar kein spezielles GPS-Thema, aber in der Natur kommt es doch häufiger
vor, dass man gerne die Entfernung zu einem weit entfernten Objekt wissen
möchte.
Ein Schätzen ist oft schwierig und fehlerbehaftet.
Ein Leser meiner Webseite, der namentlich nicht näher genannt werden möchte,
hat mir dazu die nachfolgende Beschreibung zur Veröffentlichung zur Verfügung
gestellt – besten Dank dafür.
Für den Privatmann ist die Anwendung des Sinus-Satzes aus der
Trigonometrie hierfür wohl die günstigste Lösung. Die Thematik ist leicht
verständlich aufbereitet.
Die Beschreibung mit Skizze
steht hier als Dateidownload im PDF-Format
zur Verfügung.
Linie
des Soll-Kurs bei Funktion „GOTO“ aktualisieren
Wird die Funktion „GOTO“ zu einem Wegpunkt ausgewählt, zeigen viele Geräte dann auf der Karten-Seite automatisch eine gerade Linie vom momentanen Standort (dort wo „GOTO“ gedrückt wurde) zu dem Zielpunkt. Diese Linie ist in der Regel der Soll-Kurs (Desired Track/DTK oder Course).
Bei manchen Geräten kann bzw. muss zwischen der Anzeige
der Soll-Kurs-Linie („Course-Line“) und der Peil-Linie („Bearing-Line“) zu
dem WP auf der Karten-Seite ausgewählt werden (Wahl der „Goto
Line“/„Navigation-Line“).
In diesem Fall ist die Linie des Soll-Kurses (Course) im Setup-Menü der
Map-Page einzustellen. Bei einigen Garmin-Empfängern ist sogar beides
gleichzeitig möglich.
Die sichtbare Linie des Soll-Kurses auf der Karten-Seite kann nun ebenfalls
zur Orientierung herangezogen werden.
Diese Linie des Soll-Kurses kann bei Bedarf sehr leicht in Bezug zum momentan
eigenen Standpunkt aktualisiert werden, indem über die Funktion „GOTO“
einfach noch einmal der gleiche Wegpunkt ausgewählt wird.
Funktion
„GOTO“ und „Route“ gleichzeitig ausführen
Auch wenn eine „Route“ zur Navigation aktiviert ist, kann
trotzdem die Funktion „GOTO“ ausgeführt werden, wie z. B. zu einem ganz
speziellen Wegpunkt der Route, oder zu einem x-beliebigen Wegpunkt als
Abstecher von der Route.
Die Route bleibt trotzdem aktiv, aber die Funktion „GOTO“ hat eine höhere
Priorität und dieser Wegpunkt wird zuerst angesteuert.
Alle Funktionen der Navigations-Seiten stehen also
uneingeschränkt zur Verfügung.
Wird dieser bestimmte Wegpunkt dann erreicht, geht die Navigation bei den
meisten Empfängern nach „Route“ wieder automatisch weiter.
Provisorische
Entfernungsmessung unterwegs mit „MOB“
Zahlreiche Geräte verfügen über die Funktion „MOB“ (= „Mann über Bord“).
Dabei wird mit 2 Tasten-Betätigungen ein provisorischer Wegpunkt erzeugt (= MOB) und sofort automatisch „GOTO“ zu diesem Wegpunkt MOB ausgeführt (die graphische Zielführung erscheint). Außerdem kann damit unterwegs sehr schnell eine Entfernungs-Messung durchgeführt werden.
Zum Beispiel 1,35 km nach der Straßenkreuzung „xy“ soll rechts ein
unscheinbarer Pfad in den Wald abzweigen.
Dann an der besagten Straßenkreuzung „xy“ MOB auslösen. Wenn jetzt
weitermarschiert wird, wird auf der „Kompass“-Seite die Entfernung zu MOB
angezeigt. Bei 1,35 km die Augen nach dem Abzweig offen halten.
Die neueren Garmin Geräte verfügen alle über die Seite „Trip-Computer“ bzw. „Reise-Rechner“.
Mit der Anzeige und dem Zurückstellen von „Odometer“ kann ebenfalls die
Entfernung einer bestimmten Teil-Strecke angezeigt werden, erfordert aber
mehr Aufwand.
Anmerkung:
Reset von „Trip Data“ bzw. „Trip Odometer“ ist dafür nicht so
empfehlenswert, da noch andere Daten gelöscht werden.
Navigation nach
Sonne und Zeiger-Uhr, oder mit einer Nadel
Hat jetzt nichts mit GPS zu tun, aber der Vollständigkeit
halber, falls mal das fleißige elektronische Helferlein den Dienst verweigern
sollte und kein Kompass zu Verfügung steht.
Um dann die Himmelsrichtung
provisorisch zu bestimmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten, z. B.:
1.)
Nach der Sonne mit einer Zeiger-Uhr.
In hohen und auch in mittleren Breiten
kann dieses Verfahren für eine Grob-Orientierung eingesetzt werden, nicht
jedoch in niedrigen Breiten.
Hierbei wird die Uhr so gehalten, dass
der Stunden-Zeiger auf die Sonne zeigt. Dann zeigt die Winkel-Halbierende
zwischen dem Stunden-Zeiger und „12-Uhr“ nach Süden.
Die Richtung ist vormittags im Uhrzeigersinn, nachmittags entgegen dem
Uhrzeigersinn.
2.)
Mit einem provisorischen Nadel-Kompass.
Hilfreich ist ein kleines Näh-Set,
denn die Stahl-Nadeln sind fast immer etwas magnetisch. Wird eine Nadel in
einer Richtung an Stoff gerieben, wird diese vorübergehend magnetisch.
Kann sie dann in einer windgeschützten
Pfütze oder einem Teller frei schwimmen, dient sie als behelfsmäßiger
Kompass. Damit sie nicht untergeht, die Nadel etwas einfetten, oder durch ein
Stückchen Holz, Rinde oder Papier stechen. Die freie Drehung darf jedoch
nicht behindert werden.
Gegenstände, die zu Nadelabweichungen führen könnten, müssen sehr weit
entfernt gehalten werden.
In ca. einer Minute richtet sich die Nadel sehr zuverlässig nach magnetisch
Nord aus. Den Versuch vorsichtshalber mehrmals wiederholen, eventuell auch
noch mit einer anderen Nadel.
=> Aus dem empfehlenswerten Grundlagenbüchlein
„Orientierung mit Karte, Kompass, GPS“ von Wolfgang
Linke; erschienen im Delius Klasing Verlag; ISBN
3-512-03259-1; ca. 16,90 Euro; derzeit 13. überarb. Auflage.
Übrigens veranstaltet
Wolfgang Linke jedes Jahr im Frühjahr und Herbst ein Orientierungs-Wochenende im Allgäu.
Info unter wlinke-or@freenet.de .
Karte
mit geographischen Koordinaten – Wegpunkte ermitteln
Die Übertragung von Koordinaten
in eine Landkarte nur mit dem geographischen Koordinaten-System von Länge und
Breite in Grad, Minuten und Sekunden ist gar nicht so einfach.
Durch die trapezförmigen,
nordwärts/südwärts immer enger werdenden Maschen, lassen sich nicht wie bei
rechtwinkligen Meter-Gittern (z. B. UTM, Gauß-Krüger-Gitter,
Schweizer-Gitter, Swedish-Grid), die praktischen Netzteiler oder Planzeiger
einsetzen.
Wie man sich mit Karte, Lineal und Taschenrechner
bewaffnet rechnerisch behelfen kann, ist auf der extra Seite „Rechnerische Ermittlung von Koordinaten und
Positionen auf einer Landkarte mit geographischem Gitter“
beschrieben.
Achtung: Unbedingt
vor(!!) dem Ablesen oder dem Eingeben von Koordinaten das Karten-Datum
(= Karten-Bezugssystem/ Map-Datum) der verwendeten Karte am Gerät einstellen.
Siehe hierzu den Punkt „Karten-Datum/ Karten-Bezugssystem/
Map-Datum“.
Karte
mit nationalem Gitter oder UTM-Gitter
– Wegpunkte ermitteln
Die Übertragung von Koordinaten in eine Landkarte mit einem rechtwinkligen (geodätischen) Koordinaten-System (UTM oder ein Nationales Meter-Gitter) ist relativ einfach und bequem.
Eine Einführung in die Handhabung des UTM-Gitters und dem
Einsatz von Netzteilern und Planzeigern als Hilfsmittel zum Festlegen von
Wegpunkten, ist auf der separaten Seite „Rechtwinklige
nationale Koordinatensysteme - Einsatz mit dem GPS-Gerät am Beispiel
UTM-Gitter“ zu finden.
Die prinzipielle Vorgehensweise ist zudem auf andere nationale Metergitter
übertragbar (Gauß-Krüger-Gitter, Schweizer Gitter, Swedish Grid etc.).
Achtung:
Unbedingt vor(!!) dem Ablesen oder dem Eingeben von Koordinaten das Karten-Datum
(= Karten-Bezugssystem/ Map-Datum) der verwendetem Karte am Gerät einstellen.
Siehe hierzu den Punkt „Karten-Datum/ Karten-Bezugssystem/
Map-Datum“.
Hilfsmittel für die Arbeit mit
Papierkarten
(Winkelmesser, Maßstabslineal, Netzteiler, Ecklineale, Planzeiger, ...)
Ein paar nützliche „Helferlein“ für die Arbeit
mit Papier-Karten wie eine Maßstabstabs-Tabelle, ein Maßstabs-Lineal und
einen Winkelmesser im PDF-Format zum Downloaden gibt es auf der Seite NOeGS
von Thomas Hasse unter http://noegs.de.tf/wayrout.htm .
Mit der Maßstabs-Tabelle z. B. können „wahre“ Entfernungen aus Kartenlängen
[cm] ermittelt werden und umgekehrt.
Vorlagen von Netz-Teilern und Ecklinealen für die Kartenarbeit mit Meter-Gittern (z. B. UTM, Gauß-Krüger Gitter, Schweizer Gitter, Schwedisches Gitter etc.) können bei „Map Tools“ http://www.maptools.com im PDF-Format kostenlos heruntergeladen werden (Free PDF MapTools auswählen).
Diese dann beispielsweise auf eine Folie kopieren bzw. ausdrucken.
Um Positionen auf der Karte genau und schnell bestimmen oder herauslesen zu
können, sind diese sehr praktisch.
Hervorragende präzise Planzeiger für den Maßstab
1:50 000, 1:80 000 und 1:100 000 stehen direkt hier zum Download bereit: 1:50 000 ; 1:80 000
; 1:100 000
Diese hat mir dankenswerterweise Dirk
Köhler zur Verfügung gestellt !!!
Anmerkung:
Beim M 1:50 000 musste Dirk die Skalenbeschriftung teilweise nach innen
verlegen, um einen Ausdruck auf DIN A4 zu ermöglichen.
Bei diesem Maßstab vorsichtshalber überprüfen, ob der Druck maßstabsgerecht
erfolgt (jeweils Länge der beiden Schenkel checken).
Hinweis auf weitere Tipps
Weitere nützliche Tipps zur Navigation mit GPS und Landkarten auf der Seite NOeGS von Thomas Hasse unter http://home.wtal.de/noegs/gps-tipps.htm .
Anbei noch ein paar Bemerkungen,
die speziell nur die Garmin Geräte betreffen:
Eigenschaften/
Nachteile von „Saved-Tracks“
Die neueren Geräte-Generationen wie 12Map, III+/V, eMap, eTrex, Geko, GPS 60/72/76/96, .... ermöglichen, einen aufgezeichneten Track-Log (= Active-Track) als einen „Saved-Track“ abzuspeichern, um Platz für weitere Kursaufzeichnungen zu schaffen. In der Regel können 10 oder 20 solcher „Saved Tracks“ gespeichert werden.
Jedoch beachten, dass dabei die Anzahl der Trackpunkte
stark reduziert wird (je nach Modell und Software-Stand auf max.
125/250/500/750 Trackpunkte), und nahezu bei allen Geräten sämtliche
Zeit-Informationen unwiderruflich wegfallen (Datum/Uhrzeit).
Eine große Ausnahme scheint diesbezüglich die Geko-Reihe zu sein (Zeit-Infos
bleiben erhalten).
Dadurch sind aber nachträglich am PC keine Auswertungen
bezüglich Geschwindigkeit oder Datum/Zeit mehr möglich, und die ursprüngliche
Kursaufzeichnung wird durch das Ausdünnen von Track-Punkten teilweise stark
geglättet.
Die zurückgelegte Entfernung ist damit ebenfalls nicht mehr exakt
auszuwerten.
Für die Funktion „TracBack“ wird bei diesen Geräten auf einen gespeicherten „Saved Track“ zurückgegriffen.
Genauigkeit/Aktualisierung
der „Basemap“ bei Garmin-Geräten mit integrierter Karte
Die „Basemap“ von Europa ist leider häufig nicht
besonders genau (GPS
12Map, III+/V, eMap, eTrex-Modelle mit integrierter Karte, GPSmap60/76, Quest
...).
Es treten teilweise erhebliche Abweichungen
zwischen der tatsächlichen Position und der angezeigten Lage auf dem
eingespeicherten Straßen-Netz auf. Dies ist leider so aufgrund begrenzter
Speicher-Ressourcen und es liegt kein Geräte-Defekt vor.
Die Basemap ist zudem fest eingespeichert und
kann nicht verändert, aktualisiert oder überschrieben werden (z. B. bei
den in den USA gekauften Geräten).
Eine Ausnahme bilden lediglich die iQue-PDAs (Basis Palm/Pocket-PC).
Genaues und auch detaillierteres Kartenmaterial bieten nur die optional erhältlichen Garmin MapSource CDs/DVDs.
Nutzung
des POI-Speichers oder Kartenspeichers für eigene Daten
Einen Bericht/Anleitung wie sich der POI-Speicher (1 MB) der Geräte eTrex
Venture, GPS 60/72/76, .... auch mit eigenen Daten nutzen lässt (eigenen
Waypoints), hat Thomas Hasse verfasst: http://home.wtal.de/noegs/poi.htm
.
Diese Vorgehensweise ist ebenso bei „Map“-Geräten mit Kartenspeicher
anwendbar.
Interne
Speicherbatterie bei Garmin 12-er, II/ III-er etc.
Sollte die Warn-Meldung
erscheinen, dass die interne Speicher-Batterie schwach/erschöpft ist („Memory
Battery Power Low“), hilft häufig das Einlegen eines Satzes neuer guter
Alkali-Batterien.
Werden neue Batterien eingelegt, versorgt sich die interne
Speicher-Zelle zunächst mit „Saft“. Wegen der geringeren Spannung bei
Entladebeginn jedoch nicht bei Akkus!!
Dann bei ausgeschaltetem Gerät mindestens 24 Stunden warten. Die Warnmeldung
sollte dann nicht mehr erscheinen. Siehe auch http://www.garmin.com/support/faqs/faq.jsp?faq=11
Diese Geräte sollten zudem immer mit eingelegten
Alkali-Batterien gelagert werden.
Ist der Austausch der Speicher-Batterie bei einem 12-er trotzdem
erforderlich, werden in Deutschland gekaufte Geräte gegen Vorlage der Rechnung/
Kaufnachweis jedoch von Garmin Deutschland http://www.garmin.de
auf kulante Weise getauscht, da die
Gehäuse der 12-er Reihe verschweißt sind, und nicht geöffnet werden können (bei
den II/III-er kann das Gerät aufgeschraubt werden).
Bei den neueren Geräten wie eMap, eTrex- und GPS 60/72/76-Reihe, GPS V, Geko, Quest, Colorado, … erfolgt die Speichersicherung durch einen Flash-Speicher ohne zusätzliche Batterie.
Gehäuse
öffnen beim Garmin 12-er Reihe/ eMap
Die Gehäuse der früheren 12-er
Reihe sind verschweißt und können nicht geöffnet werden (z. B. zum Tausch
der internen Speicher-Batterie).
Ist der Tausch erforderlich, werden in Deutschland gekaufte Geräte von http://www.garmin.de auf
kulante Weise ausgetauscht (Rechnung vorlegen).
Das Gehäuse des eMap dagegen kann ggf. geöffnet werden (Tipp aus der Newsgroup maus.technik.gps):
Die Gehäuse-Hälften sind zusammen geclipst. Man muss zuerst die Mutter der Antennen-Buchse lösen, dann mit dem Fingernagel (wenn er lang genug ist) versuchen in die Fuge zwischen den Hälften einzudringen und dann den hinteren Deckel vorsichtig anheben. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kanten am Batterie-Fach ebenfalls etwas frei gebogen werden.
Software-Update
eines Garmin GPS-Empfängers
Die Software/Firmware eines Garmin Empfängers
wird laufend weiterentwickelt (neue Funktionen, Fehler/„Bugs“ beseitigt).
Die Aktualisierung eines Gerätes auf den neuesten Stand kann selbst und
kostenlos durchgeführt werden.
Die erforderlichen Dateien sind hier erhältlich: www.garmin.com/support/download.jsp
Allerdings ist dies nur bei den 12-Kanal Parallel
Empfängern möglich, nicht aber bei den älteren Multiplex-Geräten.
MapSource
startet nicht mehr –
Fehlermeldung
Erscheint
nach der Installation von gekauftem MapSource Kartenmaterial (=> z. B.
Topo Österreich, Top Frankreich …. ) beim Starten von MapSource diese Fehlermeldung
„There is a problem with the MapSource registry. Please re-install
MapSource and start it again“
und das Programm selbst startet nicht mehr, so kann folgende Ursache vorliegen:
Sehr
häufig tritt bei der Installation der „Back-Slash-Bug“ auf.
Es liegt
ein Fehler in der Windows-Registry vor (der Anwender ist dabei völlig
unschuldig). Der Backslash fehlt 2 Mal in der Registry der installierten
Karte.
Dazu
ein Beispiel
(=> Anmerkung: Die „FAMILY_Nr.“ ist abhängig vom Produkt; „706“ z. B. bei
der Topo Österreich V1).
Gehe also in der Registry zu
HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Garmin\MapSource\Families\FAMILY_706\
Dann den fehlenden Backslash einmal in IDX und einmal in MDR nachtragen
(=> durch Doppelclick auswählen und mit OK bestätigen). Dort muss
stehen:
Laufwerksbuchstabe:\Garmin\FAMILY_706\product.mdx
und
Laufwerksbuchstabe:\Garmin\FAMILY_706\MDRMAP.IMG
=> Die beiden fetten und unterstrichenen „\“ oben fehlen derzeit in
der Registry.
Eine Deinstallation und erneute Installation von MapSource behebt das
Problem nicht!!!
Die fehlerhaften Registry Einträge müssen entweder korrigiert oder entfernt
werden. Erst danach funktioniert MapSource wieder.
Unplausible
Fehlermeldung bei Kartenübertragung – zu wenig Speicherplatz
Falls
es bei der Kartenübertragung zu einer paradoxen Fehlermeldung ähnlich dieser
kommen sollte
„Das Kartenmaterial hat die Größe 130MB, auf dem Ziel Datenträger sind
allerdings nur 989MB verfügbar “
(=> in Wirklichkeit also genügend Speicherplatz zu Verfügung steht), dann
ist mind. 1 der zu übertragenden Kartenkacheln defekt.
Dieser Fehler
tritt sehr häufig bei der Topo Österreich V1 auf. Übeltäter ist die Kachel Nr.
113.
Diese Kachel bei der Auswahl weglassen und die Übertragung wird problemlos
von statten gehen.
Batteriestrom
sparen bei Geräten mit elektronischem Kompass
Der eingebaute elektronische Fluxgate-Kompass bei den
Geräten eTrex Summit/Vista (alle), GPSmap60CS/76S/CS, Geko 301, Colorado hat
einen recht hohen Strombedarf.
Müssen nicht unbedingt im Stand Richtungen/Peilungen bestimmt werden, den
elektronischen Kompass deshalb im Setup-Menü generell abschalten. Über länger
gedrückt halten der „Page“-Taste, kann der elektr. Kompass trotzdem jederzeit
schnell an- und auch wieder abgeschaltet werden.
Keinen nennenswerten Mehrverbrauch hat der elektronische Kompass dagegen bei den GPSmap60CSx und 76CSx, also den Geräten mit SiRF 3 Empfänger-Chip.
Beschaffung
von Anschluss-Steckern für Garmin-Geräte
Bei der Fa. Garmin sind für den seriellen Daten-Austausch mit dem PC über die RS232-Schnittstelle (= COM-Port) und/oder für die externe Stromversorgung nur komplette Kabel mit Anschluss-Stecker für die Geräte erhältlich; alles ziemlich teuer.
Einzelne Stecker für individuelle Lösungen und Basteleien werden jedoch nicht geführt.
Über „Pfrancs“ sind jedoch auf der ganzen Welt nachgebaute Stecker einzeln für Garmin 12-er Reihe, II/III/V-er, GPS 60/72/76/96 (runder Stecker; pPlug) und eMap, eTrex, Geko (flacher Stecker; ePlug) erhältlich. Ebenso für die Modelle Rino (rPlug).
Wie der Bestellvorgang abläuft ist im Teil 3 unter „Datenkabel GPS zum PC -
Kaufen oder selber basteln“ erwähnt.
Persönlicher Begrüßungsbildschirm
Anstatt der Warn-Hinweise nach dem Einschalten
der Geräte, können bei manchen Garmin Handgeräten diese durch einen eigenen
entworfenen Text ersetzt werden (z. B. Name Besitzer/Adresse/Telefon/etc.).
Dies kann hilfreich sein, wenn das Gerät verloren wird, oder abschreckend für
einen Diebstahl sein.
Eines dieser Programme ist z. B. GpsWarn www.milvang.no/gps/GpsWarn.html
für eTrex Venture/ Mariner/Legend/Vista und alle Geräte der GPS 72/76-Reihe
mit Graustufen-Display, sowie das Programm MeMap http://ourworld.compuserve.com/homepages/gilles
Letzteres funktioniert wohl zusätzlich beim
GPS176, GPS V, StreetPilot III, ...
Bei allen beiden sind unbedingt die Hinweise der
Autoren zu beachten, welche Geräte unterstützt werden und welche nicht; ggf.
muss selbst ausprobiert werden.
Achtung: Diese Programme sind nicht
von Garmin, Benutzung erfolgt auf eigene Gefahr!!!
Bei einigen Modellen
werden nun von der Original Garmin-Firmware ebenfalls Infos zum
Geräte-Besitzer unterstützt (Texteingabe im Setup-Menü für die
Grund-Einstellungen; z. B. beim eTrex Vista mit Graustufen-Display).
Alle Angaben ohne Gewähr.
Ein besonderer Dank an Thomas
Hasse http://noegs.de.tf für die Durchsicht des Manuskriptes, sowie
dem Beisteuern einiger wertvoller Tipps und Hinweise.
Wesentlich mehr und detailliertere „Tipps und
Hinweise“ stellt neben weiteren Themen-Blöcken zu GPS
das „GPS-Handbuch“ in dessen Band
2 bereit, das in gedruckter Form als 445-seitiges
Taschenbuch im praktischen Format 12,3 x 19 cm zur Verfügung steht.
Hier
geht’s zurück zum Teil 1: "Allgemeines und Grundfunktionen"
Hier geht’s zurück zum Teil 2: "GPS –
Geräte, die Hardware"
Hier geht’s zurück zum Teil 3: "GPS und
PC-Software"
Copyright beim Verfasser: Zurück zum Seitenanfang Zurück zur GPS Info-Seite
© Ralf Schönfeld